Fit durch Trendsport

Joggen, Radfahren und Schwimmen sind auf Dauer zu langweilig? Warum nicht einfach mal etwas Neues ausprobieren: Balance Swing, HOOPin, Zumba-Fitness, Stand-up-Paddling und Slacklinen klingen doch wirklich sehr verlockend! Wir verraten, was sich hinter den neuen Trendsportarten verbirgt und warum man sich auch mit einer sensiblen Blase nicht zurückhalten muss.

Sport macht uns glücklich und stärkt das Selbstvertrauen. Er fördert die Durchblutung, macht uns ausgeglichener, vitaler und lässt uns besser schlafen. Manche Sportarten trainieren sogar unsere Core-Muskulatur und wirken sich somit positiv auf eine sensible Blase aus. Grund genug, die Sportklamotten aus dem Schrank zu holen und mit dem Training zu beginnen!

Bei den meisten Menschen ist die Motivation zum Sport im Sommer am größten. Der Grund: Wir können unser Workout an der frischen Luft machen und auch nach einem langen Arbeitstag ist es noch viele Stunden hell. Doch es ist gar nicht so leicht, eine passende Sportart zu finden, die richtig viel Spaß macht.

Sport mit sensibler Blase

Gerade bei einer sensiblen Blase ist es gut, wenn wir Sport machen, der unsere Core-Muskulatur stärkt oder zumindest entlastet. Am besten eignet sich leichter Laufsport, beispielsweise Gehen oder Walken. Aber auch Schwimmen, Radfahren und Yoga sind mit sensibler Blase ohne Weiteres möglich. Doch was ist, wenn uns das alles zu langweilig ist? Dann muss eine coole Trendsportart her! Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Schutz ist so gut wie jeder Sport auch mit sensibler Blase möglich – und wir können den lästigen Tröpfchenverlust während des Workouts getrost vergessen.

1. Balance Swing – fit mit dem Mini-Trampolin

Ein Trampolin ist nur etwas für Kindergeburtstage? Falsch! Balance Swing ist ein sanftes Ganzkörper-Workout, bei dem nicht etwa einfach nur wild rumgehüpft wird. Vielmehr geht es darum, auf einem Mini-Trampolin zu Musik zu schwingen. Das setzt nicht nur Glückshormone frei, sondern ist auch besonders schonend für Gelenke und Wirbelsäule. Darüber hinaus werden Ausdauer und nahezu alle Muskelgruppen trainiert, Sehnen, Bänder und Knochen gestärkt, Balance, Beweglichkeit und Stabilität verbessert sowie die Koordination geschult. Ein weiterer Vorteil: Die Fettverbrennung wird so richtig angekurbelt! Zehn Minuten Balance Swing verbrennen genauso viele Kalorien wie 30 Minuten joggen.

Eine Trainingseinheit dauert rund 60 Minuten. In dieser Stunde orientiert man sich an der Lehre der „Fünf Elemente“ aus der chinesische Medizin.

  • Swing In: In der Aufwärmphase wird das Gefühl für das Trampolin aufgebaut, bevor es mit dem Workout richtig losgeht.
  • Cardio Swing: Hier kommt man so richtig ins Schwitzen und kurbelt das erste Mal die Fettverbrennung an.
  • Balance Stability und Balance Workout: Beide Übungen sorgen für einen Aufbau von Muskeln und Kraft und fördern den Gleichgewichtssinn.
  • Balance Relax: Das Training endet mit einer zehnminütigen Entspannungseinheit.

So steigt man ein: Balance Swing-Kurse werden in vielen Fitnessstudios und Trampolinhallen angeboten.

Tröpfchenverlust? Gut geschützt ist Balance Swing auch mit sensibler Blase ein super Sporttipp!

2. HOOPin – die Hüften kreisen lassen

Was wir als kleines Mädchen geliebt haben, kommt nun endlich auf unseren Fitnessplan zurück: Der Hula-Hoop-Reifen. Beim neuen Trendsport HOOPin ist der Reifen jedoch rund 200 Gramm schwerer und wiegt somit mehr als der sehr leichte Hula Hoop-Reifen. Das macht die ganze Sache so richtig anstrengend, aber auch mega effektiv! In den USA ist das Training mit dem Fitnessreifen bereits die neue Trendsportart Nr. 1 unter vielen Stars und Celebrities.

Wer als Kind mit einem Hula-Hoop-Reifen gespielt hat, dem werden die Bewegungsabläufe bekannt sein. Der Reifen muss durch Beckenbewegungen in Schwung gehalten werden und sich um die Taille drehen. Hört sich leicht an, ist in der Praxis aber durchaus schweißtreibend und erfordert insbesondere von Anfängern Konzentration.

Durch das weiche Kreisen und Massieren des Reifens werden Bauch, Taille und Hüfte gestärkt und gefestigt. Der Reifen kann aber auch mit den Armen gekreist werden. Oder er dient als Unterstützung bei verschiedenen Dehnübungen. Egal ob zu Hause, im Freien oder unter Anleitung eines Trainers in einem Studio: HOOPin ist der ideale Begleiter auf dem Weg zu einem schlanken, straffen und gesundem Körper.

So steigt man ein: Einfach Reifen im Sportfachhandel kaufen und loslegen!

Tröpfchenverlust? Bei HOOPin kein Thema!

3. Zumba Fitness – let’s shake it!

Zumba ist kein klassisches Workout, sondern ist eine Mischung aus Salsa, Mambo, Flamenco, Cha Cha, Tango und vielen weiteren lateinamerikanischen Tänzen sowie unterschiedlichen Bewegungen, die aus klassischen Aerobic-Kursen stammen. „Zumba“ ist das spanische Wort für „sich schnell bewegen und Spaß haben“ und bringt den Spaß-Faktor dieses Fitness-Kurses perfekt auf den Punkt. Ein Trainer gibt eine Choreographie vor, aber was wirklich zählt, ist die Bewegung im Rhythmus. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, denn bei den feurigen Beats setzt sich die Hüfte ganz automatisch in Bewegung.

Zumba-Training gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Je nach Kurs und persönlicher Kondition verbrennt man in einer Zumbastunde zwischen 300 und 1000 Kalorien. Zumba ist zudem ein Ganzkörpertraining, jeder Muskel kommt in Bewegung. Die Ausdauer wird gestärkt, Bein- und Arm-Muskulatur sowie Bauch- und Hüftbereich werden trainiert. Muskelkater und Bikini-Figur sind also fast schon garantiert. Das Gute: Die Musik sorgt für echtes Ferien-Feeling. Das macht sehr viel Spaß und das Training wird zur Nebensache.

So steigt man ein: Zumba wird mittlerweile in fast allen Fitness- und Tanz-Studios angeboten.

Tröpfchenverlust? Am besten sucht man sich zunächst einen gemäßigten Zumba-Kurs, bei dem die Bewegungen langsamer ausgeführt werden und mit weniger Sprungelementen verbunden sind. Zumba hat den Vorteil, dass jeder nur so gut mitmachen muss, wie er kann. Im Zweifel, einfach mal einen Gang zurückschalten.

4. Stand-up-Paddling – auf die Bretter, fertig, los!

Ein Board, ein Paddel und einen Bikini – mehr braucht es nicht zum Stand-up-Paddling! Bei dieser neuen Trendsportart steht man mit einem langen Paddel auf einem großen Surfbrett und fährt über Flüsse und Seen. Wer es etwas wilder mag, kann auch auf Gewässern mit stärkerer Strömung oder auf dem Meer paddeln. Um nicht ins Wasser zu fallen, sind Konzentration und Körperbeherrschung gefragt.

Die Herausforderung zu Beginn ist natürlich, die Balance auf dem Surfbrett zu halten. Der Trendsport gilt als entspannend, ist gut für die Arm- und Rückenmuskulatur und fördert den Gleichgewichtssinn. Und irgendwie bringt Stand-up-Paddling ja auch ein Stück Urlaubsfeeling mit.

So steigt man ein: In zahlreichen Städten finden sich Vereine und Ausleihstationen.

Tröpfchenverlust? Bei Stand-up-Paddling kein Thema!

5. Slacklinen – immer in Balance bleiben

Wer bei schönem Wetter im Park spazieren geht, kann sie immer öfter zwischen den Bäumen trainieren sehen: Slackliner. Beim Slacklinen balanciert man auf einem Gurt ca. 20 bis 60 Zentimeter über der Erde. Der Trendsport gleicht dem Seiltanzen, der Gurt ist allerdings nicht so straff gespannt und gibt unter dem Gewicht des „Slackers“ nach. Bei diesem Drahtseilakt ist Balance, Konzentration und Koordination gefragt. Befestigt wird die Slackline am besten zwischen zwei Bäumen in einem Park mit weichem Untergrund, zum Beispiel Gras.

Anfänger sollten den Gurt zunächst in einem relativ kurzen Abstand von vier bis fünf Metern aufspannen und darauf achten, dass rechts und links der Slackline keine Gegenstände liegen. Eine Höhe von 20 bis 30 Zentimetern reicht zu Beginn vollkommen aus. Das ständige Ausbalancieren des Körpers sorgt dabei für ein verbessertes Zusammenspiel der Muskeln und kräftigt zudem den Stützapparat. Außerdem erfordert das Balancieren auf der wackeligen Line ein gutes Reaktionsvermögen und die Anspannung des gesamten Körpers. Es werden viele Muskeln gleichzeitig aktiviert. Das nennt man Kokontraktion und bewirkt die Stabilisierung der Gelenke.

So steigt man ein: Ein Slackline-Set für Einsteiger kostet ca. 60 Euro und ist im Sportfachhandel erhältlich.

Tröpfchenverlust? Bei Slacklinen kein Thema!

 

Auf was muss ich achten?

Zwischen 30 und 50 haben gesunde Menschen die meiste Körperkraft und sind am leistungsfähigsten. Daher kann eigentlich so gut wie jede neue Trendsportart problemlos ausprobiert werden. Es sollten jedoch einige Grundregeln beachtet werden:

  • Das Workout sollte mindestens 30 Minuten sein. Zwei Stunden wären körperlich zwar auch kein Problem, jedoch fehlt den meisten Menschen die Zeit dafür.
  • Es ist gesünder, wenn wir mehrfach die Woche mäßig trainieren als uns einmal total zu verausgaben: das heißt 6 x 30 Minuten sind besser als einmal 3 Stunden.
  • Kraft- und Ausdauertraining sollten sich abwechseln. So vermeiden wir einseitige Belastung der Gelenke. Und der Herzmuskel kommt nicht zu kurz.
  • Egal welche Trendsportart wir uns aussuchen: Warm-up nicht vergessen! Wenn man denkt, es geht ohne, riskiert man böse Muskelfaserrisse.
  • Vorsicht vor Überbelastung: Das ist ungesund!

Zum Ausgleich möchtest du deine Mitte stärken? Versuche es doch mal mit unseren Core-Workout-Videos von Anne Bodykiss.